Hype: Weblogs
Es ist schon interessant, wie sich das Internet (besonders das Web) in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich kann mich noch lebhaft an stundenlange Surf-Sessions in der Bibliothek der Uni Bielefeld erinnern, wo es noch keine richtigen Suchmaschinen zum komfortablen Auffinden von Webinhalten gab (wird wohl 1994 gewesen sein). Vor dieser Zeit gab es zwar auch schon das heutige Internet, doch waren die damals angebotenen Dienste wie Gopher nicht besonders bedienerfreundlich und man musste seine bevorzugten Serveradressen halt einfach kennen.
Wenn man heutzutage normale Leute fragt, was das http:// in jeder Browser-Adresszeile zu suchen hat, wird man in den allermeisten Fällen die Antwort: “Keine Ahnung!” bekommen. Dass dieses myteriöse http:// schon irgendwie wichtig ist, weiss allerdings fast jeder! Das HyperText Transfer Protocol – http (erfunden von Tim Berners-Lee beim europäischen Kernforschungszentrum CERN) ist also der bedeutendste Schritt des Internet für den Massenmarkt gewesen.
Funktional waren dem Web zu Pionierzeiten (1993-1995) nur die ersten grossen Service Provider ebenbürtig. AOL und Compuserve haben in dieser Epoche eigene Software-Clients für den Zugriff auf das globale Netzwerk angeboten. Das Grafikformat GIF war z.B. eine Entwicklung von Compuserve und stand bis Mitte 2004 unter Patentschutz.
Nach den grausamen Klon- … äh … Browser-Kriegen in den Jahren 1996-2004 entstanden nach wirklich innovativen P2P-Systemen auch immer populärere Informationssysteme, welche die demokratische Grundlage der freien Meinungsäusserung als Basis für ihre Existenz heranzogen. Erste Beispiele waren Gästebücher und natürlich die Foren.
Heutzutage verrichten zunehmend sogenannte Blogs und Podcasts die Nachrichten- und Entertainmentversorgung im Internet, welche frei von Reglementierungen und Zensur berichten können, wenn diverse Regeln eingehalten werden.
Nun, der Hype hat mich ja irgendwie mitgerissen und ich kann einfach nicht widerstehen:
Mokel.org ist geboren!